Das Stifti-Wein-Akademiewochenende verbindet zwei Dinge: Bildung zum Thema Wein und eine gute gemeinsame Zeit. Über ein Wochenende lernen wir, wie Wein entsteht, wie man ihn systematisch verkostet, wie man Etiketten liest und woran man die großen Rebsorten erkennt. Die Inputs kommen von Stiftis mit professioneller Weinausbildung (WSET, Wine & Spirit Education Trust). Dazu besuchen wir ein Weingut, wandern durch die Weinberge und probieren das Gelernte bei einer Blindverkostung direkt aus.
Genauso wichtig ist das Miteinander: Kennenlernen, Wine-Speed-Dating, gemeinsame Abendessen und viel Zeit zum Austausch. Das Akademiewochenende wird von Stipendiat:innen für Stipendiat:innen organisiert.
Hinweis: Die genauen Zeiten können sich noch ändern. Den finalen Ablauf erhaltet Ihr rechtzeitig vor dem Wochenende.
Bis 17 Uhr kommen alle im Freizeitheim Aible an und beziehen ihre Betten. Nach einem kurzen Willkommensinput zu Ablauf und Idee des Wochenendes lernen wir uns bei einem Kennenlernspiel und dem ersten gemeinsamen Abendessen kennen.
Die Grundlage für alles Weitere: Wir lernen die systematische Verkostung nach WSET-Methode (Aussehen, Nase, Gaumen, Fazit). Außerdem geht es um die richtige Temperatur, das passende Glas, die Reihenfolge beim Verkosten und darum, wie man seine Eindrücke in Worte fasst.
Alle bringen einen Wein mit (siehe unten). In wechselnden Paaren stellt Ihr Euch gegenseitig Euren Wein vor: Woher kommt er, welche Rebsorte ist es, welche Geschichte steckt dahinter? Dabei wendet Ihr gleich das frisch Gelernte an und bewertet die Weine gemeinsam.
Vom Rebstock zur Flasche: Wie beeinflussen Klima, Boden und Arbeit im Weinberg den Wein? Wie liest man deutsche und internationale Etiketten (Qualitätsstufen, Prädikate, Herkunftsbezeichnungen)? Und welche Weinregionen der Welt sollte man kennen?
Wir besuchen ein Weingut in der Region und bekommen einen Einblick in die Praxis: Keller, Ausbau und das Gespräch mit denen, die den Wein machen.
Welcher Wein passt zu welchem Essen und warum? Mit einfachen Zutaten probieren wir aus, wie Säure, Süße, Salz, Umami und Fett den Geschmack eines Weins verändern, und übertragen das auf unser Mittagessen.
Wir wandern durch die Weinberge in der Umgebung (Bereich Oberer Neckar, Anbaugebiet Württemberg). Unterwegs gibt es kurze Teilnehmerinputs ↗, z. B. zu Rebsorten, Weinbau im Winter oder zur Geschichte des Weinbaus in der Region.
Nach dem gemeinsamen Abendessen wird es ernst: In Teams verkosten wir Weine blind und versuchen, Rebsorte, Herkunft und Stil zu erraten. Hier zeigt sich, was vom Wochenende hängen geblieben ist. Dazu gibt es weitere kurze Inputs.
Zum Abschluss frühstücken wir gemeinsam und räumen zusammen auf. Die Abreise erfolgt bis 13 Uhr.
Über das Wochenende verteilt beschäftigen wir uns mit diesen Themen und Fragen. Sie bauen aufeinander auf:
Rebe, Klima und Boden, Lese, Gärung und Ausbau: Was unterscheidet Weiß-, Rot-, Rosé- und Schaumwein in der Herstellung?
Die systematische Verkostung nach WSET: Schritt für Schritt schauen, riechen, schmecken und ein Urteil bilden.
Säure, Tannin, Süße, Alkohol und Körper, Aromen und Abgang: das Vokabular, um Wein zu beschreiben und Qualität einzuschätzen.
Von Riesling und Spätburgunder über Chardonnay und Sauvignon Blanc bis zu Cabernet Sauvignon und Syrah, dazu regionale Sorten wie Lemberger und Trollinger.
Alte und Neue Welt, kühles und warmes Klima: ein Überblick über die wichtigsten Anbaugebiete, von der Mosel bis nach Übersee.
Was steht auf dem Etikett, was bedeuten Qualitätsstufen und Herkunftsangaben, und woran erkennt man ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis?
Das Wochenende lebt davon, dass wir voneinander lernen. Wer Lust hat, kann deshalb einen eigenen Programmpunkt beisteuern. Das ist optional, wer einfach dabei sein möchte, ist genauso willkommen. Falls Du Interesse und vielleicht sogar schon Erfahrung hast, freuen wir uns über Deine Ideen für:
Am besten passen Ideen, die sich in das bestehende Programm ↗ einfügen. Beispiele: Die Weinregion meiner Heimat, Die Chemie des Weins: Warum trocknen Tannine den Mund aus?, Wie entsteht Sekt? Die traditionelle Flaschengärung, Weinbau und Klimawandel, Wein & Käse: ein Pairing-Workshop.
Ideen kannst Du direkt in der Bewerbung ↗ angeben. Da die Zeit begrenzt ist, können nicht alle Vorschläge ins Programm aufgenommen werden. Das Orga-Team kommt auf die passendsten Ideen zurück.
Wir wohnen im Freizeitheim Aible in Mössingen, ruhig gelegen am Fuße der Schwäbischen Alb mit Blick auf den Albtrauf und nahe an den Weinbergen des Bereichs Oberer Neckar im Anbaugebiet Württemberg. Das Haus bietet einen Gruppenraum für Inputs und Workshops, sowie einen Taum mit Tischtennis, Billard und Kicker. Geschlafen wird in Mehrbettzimmern, dabei hat jede:r ein eigenes Bett. Bitte bringt 3-teilige Bettwäsche (Bettbezug, Kissenbezug, Laken) und Hausschuhe mit.






Mössingen liegt südlich von Tübingen und ist aus ganz Deutschland gut mit der Bahn erreichbar. Von Tübingen fährt die Regionalbahn in rund 15 Minuten nach Mössingen. Vom Bahnhof Mössingen kommt mit einem Bus oder zu Fuß bis zum Haus. Ungefähre Fahrzeiten mit der Bahn aus verschiedenen Städten:
Der Teilnahmebeitrag beträgt für Stipendiat:innen und Alumni:ae 115 €. Dabei ist ein kleiner Planungspuffer einkalkuliert und Dir wird alles nicht verwendeten Budget nach dem Wochenende zurückerstattet. Das Orga-Team bucht und organisiert davon Folgendes:
Folgendes ist im Teilnahmebeitrag nicht enthalten und muss individuell organisiert werden:
Hinweis: Da es sich bei dieser Veranstaltung um ein freieres Format handelt, fällt es leider nicht unter die SmP Programmlinie der Studienstiftung, und kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht finanziell gefördert werden.
Stornierungsbedingungen: Wir sind auf eine hohe Planungssicherheit angewiesen. Im Falle einer Absage können wir Dir alle Kosten zurückerstatten, wenn wir eine Ersatzperson finden, die Deinen Platz übernimmt. Andernfalls werden wir probieren, Dir alle eingeplanten Kosten zurückzuerstatten, für die noch keine Kosten angefallen sind (z.B. Material). Dies gilt auch im Falle von höherer Gewalt (Krankheit, Prüfungstermine, o.ä.).
Für ein angenhemes Akademiewochenende ist die Teilnehmerzahl auf 15–20 Personen begrenzt. Die Bewerbungsfrist ist der 31. Oktober 2026. Die Bewerbung ist mit drei Fragen bewusst kurz gehalten. Die übrigen Angaben helfen uns bei der Planung, haben aber keinen Einfluss auf die Auswahl.
Zu- und Absagen werden unmittelbar in den Tagen nach der Bewerbungsfrist verschickt. Nach Erhalt einer Platzzusage müsst Ihr, um Euren Platz zu sichern, innerhalb von einer Woche die entsprechende Teilnahmegebühr überweisen. Genaue Kontoinformationen erhaltet Ihr mit der Zusage.
Dieses Akademiewochenende wird organisiert von den folgenden Stiftis:
Bei Fragen erreicht Ihr uns per E-Mail unter: info@stifti-wein-akademie.de
Deutschland hat 13 Weinanbaugebiete, von der Ahr im Westen bis nach Sachsen im Osten. Vielleicht liegt eines davon ganz in Deiner Nähe? Das wäre der perfekte Kandidat für den Wein, den Du zum Wine-Speed-Dating ↗ mitbringst. Natürlich sind auch Weine aus dem Ausland herzlich willkommen.
Wer schon vorab tiefer einsteigen oder nach dem Wochenende weiterlernen möchte, dem empfehlen wir diese zwei Bücher:
Bildnachweise: Unterkunft: CVJM Mössingen e.V. Titelbilder via Wikimedia Commons: Andreas Eichler (CC BY-SA 4.0), eflon (CC BY 2.0). Buchcover: Avery, Hallwag. Karte: eigene Darstellung auf Basis von deutschlandGeoJSON.